Der heutige Landschaftspark „Pottkuhle“ befindet sich auf dem ehemaligen Gelände der herrschaftlichen Meierei Göttentrup. Bereits seit dem 18. Jahrhundert wurde dort Ton abgebaut, und zwar von einer Ziegelei, die sich auf dem Gelände der Meierei befand, sowie von verschiedenen Töpfern in Hillentrup und Schwelentrup.

Im Jahre 1920 schloss die „Lippische Thonwaren-Fabrik“ einen Pachtvertrag mit der Domänenabteilung der Lippischen Regierung über eine Laufzeit von 20 Jahren („ab Beginn des Austonens“). Der Pachtvertrag bezog sich auf ein Gelände von ca. 20.000 qm zwischen Dörentrup, Hillentrup und Schwelentrup. Das Tonlager im Bärenort, in räumlicher Nähe zur Fabrik und bis dahin die wichtigste Tongrube der Firma, war erschöpft.

Für den Transport des Tons wurde eine Drahtseilbahn zwischen der Tongrube „Pottkuhle“ und dem Fabrikgebäude errichtet. Sie hatte eine Länge von 1.500 m und wurde im Jahre 1924 in Betrieb genommen. Über 40 Jahre war die Drahtseilbahn in Betrieb und prägte mit ihren hölzernen Masten das Ortsbild des Dörentruper Industriegebiets entlang der „Hameler Chaussee“. Mit der Aufgabe des Tonabbaus im Jahre 1966 wurde die Drahtseilbahn überflüssig und demontiert. In den 1970er Jahren wurde der Landschaftspark „Pottkuhle“ als Erholungspark auf dem Gelände der ehemaligen Tongrube neu angelegt. Die Tongrube wurde geflutet und die Fläche zwischen dem Teich und dem Mühlingsbach mit Gehölzen und Wiesenbereichen rekultiviert.