Die Fremdenverkehrsentwicklung begann in den Dörfern des Begatals in den 1920er Jahren. Unter dem Stichwort „Das schöne Begatal“ beteiligten sich die Gemeinden an dem Prospekt „Ganz Lippe eine Sommerfrische“, der vom Lippischen Verkehrsverband „Teutoburger Wald“ im Jahre 1928 herausgegeben wurde.
In der Gemeinde Schwelentrup entstand der erste Pensionsbetrieb im Jahre 1925 auf dem Hof Mühlenmeier. 10 bis 15 Gäste konnten dort untergebracht werden. Weitere Besucher wurden als sog. Schlafgäste in der Nachbarschaft – in den Häusern von Zieglern und Handwerkern – untergebracht. Die Gäste kamen überwiegend aus dem Ruhrgebiet. In den 1930er Jahren wurde die Pension Wehfer eröffnet.
Der eigentliche Aufschwung des Fremdenverkehrs in der Gemeinde Schwelentrup folgte in den 1950er Jahren. Auf fünf Bauernhöfen wurden Pensionen eröffnet. Darüber hinaus boten auch diejenigen Dorfbewohner, die zunächst nur Schlafgäste beherbergt hatten, Fremdenzimmer an. Im Jahre 1965 waren zwölf Pensionen mit 126 Betten in der Gemeinde vorhanden.
In den späten 1960er und1970er Jahren stieg die Zahl der Betten, der Gäste und der Übernachtungen weiter an. In Schwelentrup stieg die Anzahl der Übernachtungen von 13.180 im Jahre 1960 auf 57.100 im Jahre 1975, die Zahl der Gäste von 2.773 im Jahre 1970 auf 5.365 im Jahre 1976.
In den 1980er Jahren kam es zu einem deutlichen Rückgang der Betten- und der Gästezahl. Vor allem die kleineren Pensionsbetriebe gaben auf. Nur die größeren der traditionsreichen Bauernhofpensionen, wie der Forellenhof und der Sonnenhof in Schwelentrup und die Waldmühle in Hillentrup, konnten ihre Ausstattung und ihre Angebote im Laufe der Jahre deutlich modernisieren und erweitern. Heute bietet das Gastgeberverzeichnis der Gemeinde vielfältige Angebote an Zimmern, Ferienwohnungen und Ferienhäusern.
Im Jahre 1959 war der Verkehrsverein gegründet worden. Er warb überregional mit Zeitungsanzeigen für den Besuch in Schwelentrup. Bänke wurden aufgestellt und Wanderwege ausgezeichnet. Im Jahre 1968/69 wurde auf einer ehemals landwirtschaftlich genutzten Fläche eine kleine Parkanlage errichtet, die zum Kern eines künftigen Kurparks werden sollte. Am Rande des Parks entstanden das Haus des Gastes (1975) sowie die Musikmuschel (1978). Dort wurden Veranstaltungen für die Gäste und die Dorfbewohner organisiert, wie die seit 1977 einmal jährlich durchgeführte Veranstaltung „Kurpark in Flammen“.
Mit der Anlage des Kurparks war die Hoffnung auf die Anerkennung als Luftkurort verbunden. Doch sah sich die kleine Gemeinde angesichts der Auflagen, die mit der Antragstellung verbunden waren, schließlich gezwungen, den Antrag zurückziehen. Im Jahre 1978 erfolgte stattdessen die Anerkennung der Gemeinde Schwelentrup als Erholungsort.
Im Jahre 1998 wurde der Verein „Tiere im Dorf“ gegründet. Die Leitidee der elf Gründungsmitglieder war: landwirtschaftliche Betriebe im Haupt- und im Nebenerwerb sollten neben ihren Wirtschaftsrassen eine alte und gefährdete Haus- und Nutztierrasse integrieren.
An Rande des ehemaligen Kurparks wurde die Stallscheune als Gemeinschaftsprojekt des Vereins, der Gemeinde Dörentrup und des früheren Verkehrsvereins wiederaufgebaut. Sie war in den Jahren 1972/73 in der Gemeinde Wierborn abgebaut worden, und die Eichenbalken waren im Westfälischen Freilichtmuseum in Detmold gelagert worden. Einige Jahre später wurde der Platz um die Stallscheune als Dorfplatz Schwelentrup neugestaltet
Im Rahmen der LEADER-Förderung (EU-Mittel) sind in den vergangenen Jahren eine Wildbeobachtungsstation, ein nachgebauter Fuchsbau, ein Spiel- und Rastplatz, ein Sikawild-Gehege und einige weitere Projekte entstanden. Heute wirbt Dörentrup als „Dorf der Tiere“, als eine „Einheit von Dorf, Menschen und Tieren“, für seine vielfältigen Angebote im Landtourismus.